Freitag, 4. April 2014

Bericht 1815.ch Februar 2014 "Food for free"

„Food for free“

Vor etwa 4 Monaten besuchte meine Frau zusammen mit unserer Maid Kim eine Pagode. Kim ist sehr gläubig und geht regelmässig dahin um zu beten. Sie fühlt sich stark verbunden mit dem Platz. Ihr Bruder hat die Pagode aufgebaut und ihr Elternhaus liegt ganz in der Nähe. Barbara war beeindruckt da an dem Tag Essen für arme und behinderte Leute verteilt wurde, organisiert und gespendet von den Pagode Besuchern. Wie nicht anders zu erwarten wurde Barbara für eine Spende gefragt zum Erhalt der Pagode. Klar passiert einem das in Vietnam öfters, aber wenn wundert’s bei so vielen armen Leuten in dieser Grossstadt Saigon. Die Pagode ist wirklich in einem sehr schlechten Zustand und wenn sie nicht renoviert wird muss sie wohl abgerissen werden.
Nach zwei Jahren in Vietnam sind wir aber vorsichtig geworden was wir glauben und was nicht. Es war für Barbara klar kein Geld zu spenden ohne genaueres zu wissen. Durch den Zufall dass an diesem Tag Essen ausgegeben wurde hatte Barbara eine andere Idee wie man die Leute unterstützen könnte. Ausschlaggebend war ein kleines Kind das sie mit grossen Augen anschaute und sagte `food for free`. Ok, wir werden keine Spende geben, wir werden eine Essensausgabe organisieren und ausführen. Für Barbara war sofort klar, das auch unsere Jungs mitmachen sollten, um ihnen auch einmal diese Seite von Saigon zu zeigen.   

Vor drei Wochen ging es dann los. Barbara und Rita machten sich mit Kim zusammen auf den Weg um einkaufen zu gehen. Reis, Nudeln, Sojasauce, Öl und für die Kinder ein Päckchen mit Malstiften, Notizbuch, Milch und natürlich Süssigkeiten. Zusammen mit unseren vier Jungs bereiteten sie 150 Pakete vor. Am letzten Samstag sind wir dann alle zusammen zu der Pagode gefahren um die Sachen zu verteilen. Es waren viele Leute da, Behinderte, alte Menschen und Kinder. Am Anfang war es richtig unheimlich. Ausländer sind in dieser Gegend nicht so oft anzutreffen. Dementsprechend war das Interesse gross vor allem unsere Kinder einmal berühren zu dürfen.
Kim und ihre Helferinnen verteilten im vornherein 150 Tickets an die Leute die ein Päckchen erhalten sollten. Sonst wäre wahrscheinlich die halbe Stadt angelaufen gekommen.
Nach den ersten Minuten des gegenseitigen Abtastens gingen wir alle in die Pagode wo die Leute für uns beteten und Barbara ein paar Worte zu ihnen sagte. Danach ging es an die Übergabe der Päckchen. 
Es war schön zu sehen wie die Leute sich freuten. Am Anfang waren vor allem Barbara und ich mit der Ausgabe beschäftig. Das Gedränge um ein Paket zu erhalten war gross, obwohl ja jeder mit einem Ticket wusste er kriegt eins. Das war für unsere Jungs schon ein bisschen unheimlich. Gegen Ende als es dann ruhiger wurde halfen die Jungs dann aber kräftig mit und die Leute freuten sich riesig ein Paket von einem unserer Kinder zu erhalten.  

Alles in allem war es eine tolle Sache und wir werden das sicher noch einmal machen. Es ist eindrücklich und schön zu sehen mit wie wenig man 150 Menschen glücklich machen kann. Für die Jungs, ja auch für uns erwachsene ist es ganz gut ab und zu mal der Realität in die Augen zu schauen und zu realisieren, das es nicht selbstverständlich ist was man alles hat.

Samstag, 25. Januar 2014

Fotos 2013-3


Santa Claus zu Besuch in der Schule


Nach zwei Jahren endlich mal wieder Heimat!! In Mörel wurden wir mit Schweizerfahne empfangen:-)


Tja, wenn unser Anjo müde ist dann schläft er, egal wie und wo......


Pappu kann es auch noch. Er liess sich eine Fahrt mit den Jungs nicht entgehen.

Nikolaus grillen mit Freunden!!

Fotos 2013-1

  
 


 Geburtstagspartys sind ein Renner! Im Schnitt jedes zweite Wochenende ist einer der Jungs in eine eingeladen. Bei den richtig Guten kommt es auch mal vor das wir ein bisschen länger sitzen bleiben. So war es auch bei der Indianerparty, da haben wir bis fast Mitternacht durchgehalten...

Bei der Party im Funpark war Action angesagt und die Jungs konnten eine Stunde lang mit dem Quad umher düsen!
Die Dinger waren ziemlich rasant unterwegs. Zum Glück gab es keine gröberen Unfälle. Ein paar kleine Kratzer und Blasen an den Händen, vom Gas geben, und das war`s.

Fotos 2013-2

Bosch Teambuilding 2013. War ein super Wochenende!

Natürlich darf auch ein Oktoberfest nicht fehlen.
Ich glaube Anja und Dami haben ihren Aufenthalt genau
auf das Fest hin geplant... 

Zwei heisse Eisen:-)


An diesem Sonntag versank das Fussballspiel im Wasser. Nach der ersten Halbzeit fing es an zu schütten wie verrückt... Die zweite Halbzeit wurde dann nach 10min abgebrochen. Die Jungs hatten aber trotzdem ihren Spass!

Levin nahm bei den Athletic`s teil wo sich einige internationale Schulen miteinander messen. Im 4 mal 80m gewannen sie und waren vor Stolz kaum zu halten. Die Leistungen aller waren super, ich hätte in der Hitze wohl kaum 80 Meter geschafft... Neben dem Sieg in der Staffel wurde er über 800m dritter.





Unsere Jungs haben sich in Schale geworfen für das Mid-Autumn Fest. Es ist ein Erntefest das in China und Vietnam gefeiert wird. Es findet jedes Jahr am fünfzehnten Tag beim achten Mond statt, ist gegen ende September und Anfang Oktober.

Drachentänze gehören zur Tradition im "mid-autumn" Fest.


An der internationalen Schule wird jedes Jahr ein Event organisiert, an dem sich jede vertretene Nation einen Stand aufbaut und sich so den Anderen vorstellt. Unsere Schweizer haben sich mit den Italienern vereint um sich die Arbeit zu teilen...

Freitag, 17. Januar 2014

Bericht 1815.ch November: Leben mit Verkehrschaos und tausenden Motobikes

Schlechte Verkehrssituation

«Trotz 17 Monaten Vietnam bin ich immer noch jeden Morgen fasziniert von den
Motobikes und dem Strassenverkehr. Es ist unglaublich, wie die Vietnamesen ihr Leben
mit dem Roller arrangieren. Ob fünf Leute auf einem Gefährt oder Ladungen, die in
keinen Kofferraum passen; einfach alles ist möglich.
Die Faszination legt sich gewöhnlich schnell wieder, sobald ich mit dem Bus unterwegs
bin. Die Verkehrssituation wird wöchentlich schlechter. Für eine Strecke von 40
Kilometern sitze ich zwischen einer und zwei Stunden im Bus. Meistens stehen wir
wegen Baustellen, Unfällen oder Trucks, die stehen bleiben, im Stau.
Wenn man auf einer Brücke anhalten muss, überlegt man sich manchmal, was wohl
passieren würde, wenn die Brücke einstürzen sollte. Es ist ein wenig unheimlich, wenn
man sieht, wie hier gebaut wird und dann auf einer vierspurigen Brücke, zusammen mit
dutzenden überladenen Trucks, zu stehen kommt...

Never Ending Story
Der Highway wird zwar stetig ausgebaut, aber kaum sind an einem Ort vier Spuren
offen, reduziert es sich an einem anderen wieder auf eine Spur. Es scheint eine 'Never
Ending Story' zu werden, da ständig irgendein Abschnitt renoviert werden muss.
Sollte man es einmal schaffen, an den Baustellen anständig vorbei zu kommen, kann
man sicher sein, dass irgendwo ein Truck mitten auf der Strasse steht, mit einem
Platten oder es gibt einen Unfall.

27 Verkehrstote am Tag
Neben Autos und besonders den grossen Trucks - beladen mit Seefracht Containern -
sind die Motobikes nur Spielzeuge und meistens die Leidtragenden bei Unfällen. Die
folgenden Zahlen sprechen für sich: In den ersten sechs Monaten des Jahres gab es
5514 Verkehrsunfälle, 4913 Tote und 3465 Verletzte. Das heisst, im Schnitt sterben 27
Personen am Tag an Folgen von Verkehrsunfällen.
Dies sind offizielle Zahlen; ich möchte nicht wissen, wie viele es in Wirklichkeit sind.
Wenn ihr einmal Saigon besuchen solltet, werdet ihr schnell verstehen, warum das so
ist: Die Motobikes schleichen sich durch jede Lücke und werden schnell einmal
übersehen. Sie sausen rechts und links an einem vorbei und vergessen auch gerne mal
bei Rot anzuhalten.
Man hat das Gefühl, den Viatnamesen laufe die Zeit davon, wenn sie unterwegs sind.
Das ist für mich immer noch schwierig zu verstehen, denn bei der Arbeit ist ihr
Verhalten dann ganz anders. Sie schaffen es nie, pünktlich an einem Meeting zu sein
und sind dabei nicht 2 Minuten zu spät, sondern im Schnitt 10 bis 15 Minuten.

Der Zuckerwatte-Mensch
Zurück zu den schönen Szenen mit den Motobikes. Organisiert man eine
Geburtstagsparty für Kinder, heisst es: 'Lass doch den Zuckerwatte-Mensch kommen.'
Dieser fährt mit seinem Motobike vor, an dem hinten eine Zuckerwatte-Maschine
installiert ist. Nichts ist unmöglich...
Falls ihr einmal in der Stadt seid, müsst ihr eine Motobiketour 'Saigon by Night'
machen. Man fährt auf dem Rücksitz mit, tuckert in der Stadt herum und geniesst an
verschiedenen Strassenständen typisches vietnamesisches Essen. Ein unvergessliches
Erlebnis! Wir sind mittlerweile Stammgäste bei dieser Tour, da wir es allen unseren
Besuchern nahelegen.
Ich habe mir vor zwei Monaten auch ein solches Spielzeug gekauft, jedoch ohne
Zuckerwatte-Maschine. Es erleichtert einem das Leben hier ungemein. Schnell zum
nächsten Shop fahren zu können, um etwas Kleines einzukaufen, ist schon ganz
praktisch. Man muss nicht zuerst den Fahrer rufen und anschliessend einen Parkplatz
suchen.
Einfach Helm auf, aufsitzen und los fahren. Helm tragen ist obligatorisch, auch wenn
die vietnamesische Ausführung schon beim geringsten Stoss in die Brüche geht. Was
soll man von einem Helm erwarten, der umgerechnet 4 Franken kostet?

Tja, Saigon ohne Motobikes wäre unvorstellbar.»

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Bericht 1815.ch Oktober "Mot, Hai, Ba, yoooo!"

Unterwegs nach Mui Ne
«Am vergangenen Wochenende war 'Teambuilding' angesagt. Es wird in Vietnam von
der Belegschaft erwartet, dass die Firma einen solchen Event organisiert.
Die ganze Belegschaft machte sich also auf den Weg nach Mui Ne. Mui Ne liegt im
Südosten von Vietnam und ist vor allem für Bade- und Kitesurf-Tourismus bekannt.
Es ging am Samstagmorgen in aller Früh los: Um 5.30 Uhr starteten 900 Leute, verteilt
auf mehrere Busse. Nach ungefähr sechs Stunden Busfahrt mit zwei Stopps für
Frühstück und Mittagessen hatten wir das Resort erreicht, in dem wir eine Nacht
verbrachten.
Nach dem Zimmerbezug ging es direkt an den Strand, wo verschiedene Spiele auf dem
Programm standen. Die ganze Belegschaft war in zehn Teams aufgeteilt. Die Teams
wurden im Voraus ausgelost und mit verschiedenfarbigen T-Shirts gekennzeichnet.
Insgesamt gab es sechs verschiedene Spiele zu absolvieren, bei denen der Spass nicht
zu kurz kam.

Das Bier floss in rauen Mengen...
Nach den Aktivitäten am Strand ging es zurück zum Resort, wo wir uns startklar
machten für das Highlight des Wochenendes: Galadinner war angesagt und das Bier
floss in rauen Mengen. Es war ein schöner Abend mit diversen Darbietungen von
Mitarbeitern und anderen Gruppen.
Wie bereits erwähnt; Bier gab es genug. Bei den Vietnamesen dauern solche Anlässe
im Schnitt zwei Stunden, danach haben die meisten genug getrunken. An diesem
Abend sah ich zum ersten Mal, dass sie doch mehr Ausdauer beim Feiern haben.
'Mot, Hai, Ba yoooooo!' Dieser Trinkspruch ist die Grundlage, um mit Vietnamesen zu
feiern. Es heisst nichts anderes als 'Eins, zwei, drei, Jaaaa!'. Wenn man Gast ist, folgt
dann meistens ein 'One Hundred Percent'. Man kann versuchen, zu verhandeln und es
auf 50 Prozent zu drücken, aber normalerweise wird erwartet, dass man auf Ex trinkt.
Das Dinner war um 22.00 Uhr fertig und es ging mit Bussen zurück ins Resort. Aber
eben: Zurück ins Resort hiess nicht, schlafen zu gehen. Jede Abteilung hat sich in einer
der Villas getroffen und im Vornherein bereits alles für die 'After Party' organisiert. In
einer Villa war Karaoke angesagt, in einer anderen wurde Gitarre gespielt und
zusammen gesungen.
So sind wir bis in die Morgenstunden durch die Villas gezogen. Es war ein
unvergesslicher Abend und trotz 900 Leuten verlief alles ohne Zwischenfälle.

Nichtschwimmer
Am Sonntagmorgen gab es für die Frühaufsteher die Möglichkeit um 5 Uhr zu den
Sanddünnen – eine Sehenswürdigkeit in der Nähe von Mui Ne – zu fahren, um Fotos
vom Sonnenaufgang zu machen. Überraschend viele gingen hin, obwohl sie erst gegen
drei Uhr im Bett waren.
Die Meisten versuchten wirklich, jede Minute des Wochenendes auszunutzen: Pool,
Strand, Fussball, Volleyball – einfach alles. Viele von ihnen werden wohl nie mehr die
Möglichkeit haben, zwei Tage in einem 5-Sterne Resort zu verbringen.
Nach einem tollen Frühstücksbuffet ging es für die Meisten nochmals ab in den Pool,
um ein paar Schwimmversuche zu machen. Sehr viele Vietnamesen können nicht
schwimmen – kaum vorstellbar, da sie ja quasi mit dem Wasser aufwachsen.

Highlight des Jahres
Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Rückweg. Die Busfahrt war sehr ruhig,
alle hatten nach der kurzen Nacht Schlaf nachzuholen. Es war ein gelungenes
Wochenende, das seinen Zweck erfüllte. Das ganze Team ist sich nähergekommen und
man war richtig stolz, ein Teil von Bosch zu sein.
Es ist mir zum ersten Mal richtig bewusst geworden, wie viel Teamgeist ein solcher
Anlass hervorrufen kann. Vom kleinen Produktionsarbeiter bis zur Werksleitung, alle
waren mit voller Begeisterung dabei.
Die Kosten waren im Vorfeld natürlich ein Thema und ich glaube kaum, dass ich etwas
Ähnliches mit 900 Teilnehmern jemals wieder erleben werde. Aber solche Anlässe
bringen einen Schwung ins Team, der nicht zu bezahlen ist.
Die Mitarbeiter, welche letztes Jahr schon dabei waren, erzählten mir immer wieder von
dem Event. Es ist ganz klar das Highlight des Jahres, noch vor der 'Year End Party'. Wir
fühlten uns zwei Tage lang wie eine grosse Familie. Topmotiviert gehen wir jetzt auf
unsere nächsten Herausforderungen in der Firma zu.
Dass in der Schweiz so etwas undenkbar und unbezahlbar ist, leuchtet ein. Aber es
müssen ja nicht zwei Tage am Strand sein. Ein schönes Jahresabschlussessen mit der
Belegschaft, ein gemeinsamer Skitag oder sonst ein kleines Zeichen Richtung
Mitarbeiter kann manchmal sehr viel bewegen.»











Freitag, 13. September 2013

Schulanfang 2013 und andere Fotos

Unsere stolzen Schüler!! Anjo geht zwei Tage die Woche aber ist so hin und weg das er jeden Morgen frägt: "Today I go to school??". Es gefällt allen super und es gibt keine Tränen mehr wie letztes Jahr beim Start:-)

So einfach ist Babs glücklich zu machen... 
Tja, die gingen weg wie zu alten Zeiten...
Nicht schlecht beladen... Was wir `mim Aebi` transportieren
machen die mit dem Motobike...



Immer wieder faszinierend der Verkehr hier.
Motobikes soweit das Auge reicht.