Sonntag, 19. August 2012

Mui Ne


Levin ein bisschen nachdenklich.. Mael und er fragen ab und zu nach ihren Schulkollegen. Sie haben immer wieder mal Momente wo sich lange Zeit nach den Klassenkollegen bemerkbar macht...
Aber das wird sich mit der Zeit legen und vielleicht erwischen wir den ein oder anderen mal mit Skype??;)
Manchmal muss man improvisieren....
 Tja, so sieht es aus wenn ein Promi Paar auf Spaziergang ist und ein Paparazzi auflauert...
Ab und zu gibt es leichten Regen und die Schuhe können nass werden.. Aber man muss das locker nehmen und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. So viel geregnet wie an dem Tag hat es sonst noch nie. Gewöhnlich abends mal so eine Stunde und fertig. Aber leider ohne Abkühlung:(

 Wenn Mami und Papi halt man länger unterwegs sind ist für einige schlafen angesagt. Anjo hat die Woche fast gleich lange im Buggy geschlafen wie im Hotelzimmer;)








Sand, Strand and nothing to do.....


Gute Laune, einfach Ferien!






Die Vietnamesen lieben ihn einfach. Zuerst haben wir gedacht Jaron würde der Star hier, da er so hellhäutig ist.. Dem ist aber nicht so, alle, wirklich alle wollen Anjo anfassen! Er geniesst das normalerweise. Gut, ist auch klar das alle ihn anfassen wollen, den er sieht ja genau so aus wie Papi;)




Unsere jüngsten zwei sind Klasse, die schlafen einfach überall.
Wirklich sehr praktisch!

Samstag, 4. August 2012

Ferien in Mui Ne

Kaum zu glauben aber war, nach 7 Wochen in Vietnam haben wir uns schon die ersten Ferien gegönnt.
Die Kinder haben ihre 3 Wochen Sommerschule gut beendet. Zwar ist die Angst vor der richtigen Schule noch da, aber die ersten Kontakte waren durchwegs positiv. Da sie jetzt noch zwei Wochen frei haben, gönnten wir uns die ersten Ferien von den Ferien...
Wir sind eine Woche nach Mui Ne ans Meer gereist. Da unsere Starthilfe Iglu nur noch bis am 11.8 bei uns weilt und bis jetzt eigentlich noch keine richtigen Ferien hatte, durfte sie sich auch ein wenig erholen (sind ja keine Sklaventreiber!:)). Am Samstag 28.7 sind wir mit unserem Fahrer gestartet um die 190km mit dem Auto zurückzulegen. Babs, Iglu und die Kids fuhren um 10.30Uhr los und holten mich um 12.00Uhr bei Bosch ab. Da halt jeder zweite Samstag ein Arbeitstag für mich ist, durfte ich morgens noch zur Arbeit fahren... Nach einer fünf stündigen Fahrt mit zwei Boxenstops, der Erste bei einer Art "Raststätte", die aber so stank und schmutzig war das niemand rein wollte, und dem Zweiten an einem kleinen Verpflegungsstand wo wir uns einen Eiskaffee leisteten, kamen wir in Mui Ne an. Es gab noch einen kleinen ungeplanten dritten Stop, aber dazu möchte ich keine Details erwähnen;) (Mael + Eiskaffe + Autofahren = ??).....
Das Hotel welches wir vorfanden war ganz in Ordnung. Wir bewohnten einen Bungalow mit zwei Zimmern, vier Betten und einem kleinen Kinderbett für Anjo. Das Beste war aber die Toilette. Zur Türe raus und unter einem Bambus-Dach fanden wir das Badezimmer. Herrlich, morgens auf das WC und das Rauschen des Meeres anhören. Direkt sind mir der Brand, WC mit Sicht auf Brunegghorn und natürliche meine Jagdausflüge mit Andreas eingefallen:):)
Eigentlich war alles perfekt, bis auf die Hauptattraktion:( Das Meer war schmutzig, richtig voll von Algen und roch auch dementsprechend. Wir haben uns aber überwunden und gingen trotzdem baden. Die Jungs hatten dank Iglu ihre Freude am grünen Schaum der bei Ebbe angespült wurde. Sie genossen darin ein Schaumbad... Die Leute teilten uns mit, das es einmal pro Jahr zu diesem Phänomen kommt, für ca. eine Woche........... Ja, fast wie Lotto im Ried;)
Aber trotz allem hatten wir eine tolle Woche in Mui Ne. Der Pool war schön und auch das Essen war überall gut. Zum Thema Essen fällt mir noch was ein.. In einem Restaurant sassen wir auf einer Terrasse, im ersten Stock. Natürlich wie immer unter der Beobachtung von mehreren Geckos. Diesmal gesellte sich auch noch eine Rate dazu und ein Hirschkäfer von etwa 7cm! Die Rate verkroch sich schnell irgendwo, den Käfer musste Iglu retten da er auf den Rücken kippte und nicht mehr auf die Beine kam.. Aber an diese Sachen gewöhnt man sich langsam, man geniesst trotzdem sein Essen und mehr als ein kurzes Aufbäumen von Babs gibt es nicht;) Die Kinder sind von diesen Sachen nicht besonders beeindruckt, sie finden es spannend.. Für die die es interessiert, Schlangen haben wir noch keine gesehen, ausser auf der Speisekarte.
Am 1. August liess das Wetter leider zu wünschen übrig. Es regnete nur einmal, durchgehend und wie aus Kübeln. Wir entschlossen uns nach Phan Thiet zu fahren, eine kleine Fischerstadt, mit dem Taxi in 20min zu erreichen. Trotz oder vielleicht wegen dem Regen war es ein Erlebnis. In strömendem Regen liefen wir mit unserem Buggy und den drei Kids durch die engen Marktgassen, wo es nur so von lebenden Seetieren wimmelte.. Ein Paradies für meine liebe Frau! Die Beine zeitweise 10-20cm tief im Wasser, suchten wir Schutz in einem kleinen typisch vietnamesischen Restaurant. Gross wie eine Einzelgarage bei uns, kleine Stühle und Tische mit sehr netten Leuten. Wie immer waren wir die grosse Attraktion mit vier Buben, was Reichtum und Glück in Vietnam bedeutet, und natürlich unser kleiner Star Anjo, der wie immer umschwärmt wurde. Als wir da gemütlich zusammen sassen bekamen wir Besuch von einem hartnäckigen Bettler. Nach dem wir vergebens versuchten ihn los zu werden, kam die Servierdüse steckte ihm ein par Scheine und er verliess das Lokal. Solche Sachen habe ich in HCM noch nicht erlebt, dort sind die Leute halt schon deutlich westlicher. Der Bettler wäre da nicht rein gekommen, weil vor jedem Lokal Sicherheitsleute sitzen oder manchmal auch schlafen... Wenn er rein käme, würde er im hohen Bogen rausfliegen.
Ich muss sagen die erste Version ist sympathischer, die Leute in den kleineren Städten oder Dörfern sind viel angenehmen und freundlicher. Dort kann man die netten und hilfsbereiten Vietnamesen finden, in HCM sind sie zwar auch freundlich, aber nur weil sie das Geld von den reichen Ausländern vor Gesicht haben....
So, zurück zum ersten August. Ein kleines bisschen Wehmut nach der Heimat kam schon auf, Gedanken an unsere traditionelle Grillparty usw... Aber zum Glück gibt es Onkelchen und Tantchen aus dem "schönen" Grächen, die genau an diesem Tag an uns dachten und uns mit ihrem Mail eine Freude machten!!!
Nun sind wir wieder zurück in HCM und geniessen noch den Sonntag bevor es wieder Richtung Alltag geht. Nächsten Samstag werden wir dann schweren Herzens Iglu verabschieden. Wird für uns wieder ein schwieriger Moment, da sie eine Riesen Hilfe ist. Dann wird es für Babs und die Kids richtig ernst. Da sie mich während der Woche kaum sehen und jeden zweiten Samstag auch noch alleine auskommen müssen.. Aber auch das werden wir hinkriegen!
Gestern hatten wir zum ersten Mal Kontakt mit unseren Nachbarn. Der Herr des Hauses hat sich uns vorgestellt, er war sehr sympathisch und leider hübsch (Babs: sehr hübsch), Ägypter. Er hat uns gesagt das seine Familie, mit zwei Kindern, am 20 August aus den Ferien zurück kommt. Auch hat er uns seine Hilfe angeboten, wenn wir irgendwelche Fragen und Probleme haben sollten. Sehr nett und gut zu wissen das man gute Nachbarn hat, fast wie in der Schweiz!
LG von uns allen!!!
PS: Unsere Adresse: 60 Giang Van Minh Street, House G8, An Phu Ward, District 2, Ho Chi Minh City, Vietnam






Samstag, 21. Juli 2012

Erster Strandbesuch

 Unser erster Tag am Strand in Vietnam. Mit einem Schnellboot sind wir von HCM nach Vung Tau. Ca. 1h 15min mit einem alten russischen Boot, aber wirklich ziemlich schnell. Leider konnten wir nur eine Strecke mit dem Boot absolvieren, da die Rückfahrt ausgebucht war. Die Folge war eine mehr als 3 stündige Rückfahrt mit dem Taxi.. Eigentlich auf dem Highway, aber die bessere Bezeichnung wäre "Strasse über Stock und Stein"....







 Diese Schläuche konnte man am Strand mieten. Der Preis war angeschrieben mit 6000 Dong (30Rp.), ohne zeitliche Begrenzung. Für uns Ausländer wurden dann aus 6000 direkt 30000 Dong. Ja, sie nehmen es von den Lebenden.;)
 Der Strand war leider nicht so sauber.. Es war ein öffentlicher Abschnitt und die Vietnamesen haben einfach keinen Sinn für Abfalleimer... Ein Kollege hat uns dann gesagt, das man auch an private Abschnitte von Hotelanlagen gehen kann. Man bezahlt dann etwa 20 Euro und kann dann sämtliche Equipments der Hotelanlage benutzen. Pool, Strandbereich usw. Werden wir dann nächstes Mal testen..
Nach Jaron unser zweiter Koch:)

Anjo auf der Strafbank am Pool, selten so alleine zu sehen da er der Star bei den vietnamesischen Putzfrauen ist...

Levin beim Köpfler Training, Iglu ist eine ziemlich strenge Lehrerin!

Dienstag, 10. Juli 2012

Juupi, alli wider vereint!!

So, wir sind wieder komplett!!! Die Biner-Bande ist gut in Vietnam angekommen, unter gütiger Mithilfe unserer Maid Iglu...;) Sie hatten keine Probleme mit dem Flug und die Kinder waren anscheinend ganz artig. Sind halt wie der Papi, sehr pflegeleicht.
Nach der Ankunft sind wir direkt zu unserem neuen Haus gefahren. Bis dahin lief alles wie geschmiert. Als sie dann unsere neue Küche gesehen haben, war die erste Euphorie leider vorbei.. Ihr könnt die Fotos selber betrachten und euch ein Bild machen. Normaler weise hätte ich bei der Schlüsselübergabe sagen müssen, wir ziehen hier nicht ein bevor es richtig gereinigt ist. Da die Übergabe aber am Samstag war und meine Familie bereits zwei Tage später ankam, hatte ich keine Zeit mehr eine andere Unterkunft zu organisieren. Wahrscheinlich war das eine von vielen Prüfungen für uns, die wir alle gemeinsam mit Bravur gemeistert haben.
Drei Tage lang haben Babs und Iglu die Küche geschrubbt. Die Freundin von einem meiner Arbeitskollegen hat ihnen dabei einen Tag geholfen. Nach der Küche haben wir uns an den Boden gewagt, ohne Kommentar. Zum Glück konnte ich eine Woche Ferien nehmen um die Kinder zu beschäftigen, damit die Frauen putzen konnten.. Unser Fahrer fühlt sich auch wohl bei uns. Als ich mit den Kindern schwimmen war, hat er sich kurzer Hand an unserem Kühlschrank bedient, sich auf unser Sofa gelegt und angefangen zu schlafen. Die Frauen trauten ihren Augen nicht. Ich habe keine Ahnung was er sich dabei gedacht hat, aber manchmal ist er wie ein kleines Kind... Nun haben wir also fünf Kinder um uns, eines einfach gleich alt wie ich.. Ja nu, versuche ich halt den auch noch weiter zu erziehen.
Gestern haben wir das Projekt "Alltag" gestartet. Ich bin am Arbeiten, Levin, Mael und Jaron besuchen bereits die Internationale Schule. Sie sind dort 3 Wochen lang im Sommerprogramm, damit ihnen der Einstieg danach leichter fällt. Sie lernen spätere Mitschüler kennen und das wichtigste natürlich, englisch sprechen oder besser gesagt zuhören.. So haben wir schon wieder eine Hürde mehr übersprungen und gehen Schritt für Schritt Richtung leben in Vietnam.


Keine Überschwemmung, nur Schmutz. 
Zum Trost ging es am ersten Abend zum Compound
gehörenden Pool:)

Start klar am Flughafen!!


Küche....

Küche.....

Dienstag, 26. Juni 2012

Woche vier: Äs rickt

Langsam nähert sich die Ankunft meiner Liebsten. Noch 6 Tage und der Rest der Biner-Bande kommt in Vietnam an. Ich bin stark damit beschäftigt alles hin zu kriegen bis am Montag. Babs ist auf Kurs, sie war fleissig und hat alles gepackt;) Nun darf sie mit den kleinen in einem leeren Haus auf den Tag der Tage warten. Da werden wohl noch einige Tränen ihren Weg finden... Aber es soll bei ihnen nicht anders sein als es bei mir war. Komisch, für mich ist das irgendwie schon weit weg, obwohl ich doch erst 3.5 Wochen hier bin... Man hat gar nicht die Zeit um nachzudenken. Am Abend bin ich erst gegen 19.00Uhr zurück und zu müde zum Denken. Dann gibt es nur noch ein kleines Nachtessen, Update über Internet; RRO, Blick, Bluewin, Mail und danach ist es schon Zeit zum Schlafen gehen. Mit der Zeit wird man wohl im Auto schlafen, gemäss der Erfahrung der anderen Expats, aber davon bin ich noch weit entfernt. Erstens habe ich kein Vertrauen in die ganzen Gegner auf der Strasse, zweitens hat es so viele Baustellen wo es dich richtig durchschüttelt und drittens ist das Leben entlang beider Strassenseiten für mich noch so eindrücklich, das ich möglichst viel sehen will. Auch wenn es nicht gerade die schönsten Eindrücke sind die man da sammelt... Es ist immer wieder krass zu sehen wie die Menschen mit der Umwelt umgehen. Der Müll wird einfach überall hin geworfen. Am Abend gehen dann in der Stadt die Müllmänner umher und sammeln alles auf. Entlang der Strasse zum Bosch-Werk wird am Abend vor jedem "Haus"  ein kleines Häufchen gemacht und angezündet. Nehme an die Leute haben zu wenig Geld sich eine Heizung (Nacht sehr kalt mit ca. 26°C) zu kaufen:) Das Schlimme ist, alle verhalten sich so. In der Firma hat es extra diverse Mülleimer zum Trennen der Abfälle. Ich habe noch keinen Vietnamesen gesehen, der sich die Mühe nimmt den Richtigen zu benutzen, insofern er überhaupt einen benutzt. Es gibt sogar Arbeiter die den Müll daneben werfen und die Putzfrauen, die hier fast jede halbe Stunde den Boden reinigen, können es dann sortieren.. Ähnlich ist es auf den Strassen. Neben jeder Ampel steht eine Anzeige wo die Sekunden ablaufen bis zum nächsten Umschalten. Für mich als Peter von der Alp recht nützlich. Ich interpretiere das so: Bei Rot kann ich den Motor ausschalten und weiss genau wann ich ihn wieder starten muss, ohne das hinter mir ein ungeduldiger Schweizer anfängt zu hupen. Hier dient es dazu: Sobald es noch ca. 5 sek dauert, fängt man an loszufahren. Betonung auf `anfangen` loszufahren, den mein Fahrer macht das immer im zweiten Gang. Wenn man ja den Ersten nicht benutzt spart man Treibstoff... Aber so lernen die das hier und sind davon natürlich überzeugt, auch wenn der Motor Minimum einmal pro Tag absäuft. Gut, bei diesen flachen Strassen kann das mal passieren;) Ja, das mit dem Motor ausschalten ist nicht einfach. Als wir gestern auf die Fähre ausweichen mussten, da die Strasse verstopft war wegen eines Unfalls, bemerkte ich auch dort das Umwelt- und Treibstoffbewusstsein. Die Reichen lassen den Motor auf der Fähre laufen, obwohl sie aussteigen. (Klimaanlage und so...) Die Ärmeren schalten ihn aus und öffnen die Fenster, aber nur weil der Treibstoff so teuer ist. Tja, so war das bei uns wahrscheinlich vor ein par Jahren auch, oder????
LG an alli Backi

Donnerstag, 21. Juni 2012

HCMC Woche drei

Ausblick Hotelzimmer
Steht seit einer Woche vor dem Hoteleingang,
irgend eine Werbeaktion.....

So sieht es jeden Morgen aus....  Mopeds soweit das Auge reicht. Ich glaube langsam die kriegen Geld pro gefahrenen km. Heute bin ich um 6.15Uhr gestartet, da ich um 8.00Uhr ein Meeting hatte. Es sah genau so aus wie die anderen Tage als ich um 7.00Uhr gestartet bin.... Das selbe Bild jeden Abend, nur gesellen sich dann noch hunderte LKWs dazu und eins könnt ihr mir glauben, von denen würde in der Schweiz keiner eine Bewilligung kriegen. (Weder Fahrer noch Gefährt!):(
Kleines Gewitter..... Innerhalb von 2 Minuten steht das Wasser 2-3cm hoch auf den Strassen. Es lebe der Wasserabfluss, was leider an einigen Stellen hier vergessen wurde;) Aber sie sind stark (leider sehr langsam) am Ausbauen...


Sonntag, 17. Juni 2012

Zoo








Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel, habe ich mich zu Fuss auf den Weg in den Zoo gemacht. War ein ca. 40min Fussmarsch. Da die Sonne heute keine Minute schien, war das mit einem leichten Wind richtig angenehm. Der Eintritt in den Zoo hat mich dann stolze 15000 Dong gekostet, zur Erinnerung 1sFr.>20000 Dong.... Der Zoo ist sehenswürdig, man kann sich da gut einen halben Tag verweilen. Neben Tieren hat es auch ein par kleine Rummelplatz ähnliche Geräte für die Unterhaltung der Kinder. Wirklich ganz nett, aber heute war es leider völlig überfüllt mit Vietnamesen. Ich habe mir sagen lassen, das sie fast jeden Sonntag in den Zoo gehen. Es hat Grünflächen wo dann ganze Familien am Picknicken sind und nebenbei auch noch eine Bühnenshow mit unglaublich lauter Musik.. Im Zoo wurde ich dann von ein par jungen Vietnamesinnen freundlich darauf aufmerksam gemacht mehr zu lachen. Ich habe deren Rat zu Herzen genommen und bin lachend weiter gelaufen:) Trotzdem haben mich alle angeschaut und sich nach mir umgedreht, da ich einfach zu gross bin für dieses Land! Das wurde mir dann richtig bewusst als ich den Zoo verlassen wollte. Am Ausgang hat mich eine Frau mit ihrer Tochter höflich darum gebeten ein Foto zu machen. Ich dachte, wie so oft, ich solle ein Bild von ihnen machen. Doch hier ist alles anders, ich habe zuerst mit der Mutter posiert und danach mit der Tochter. Sie wollten unbedingt ein Foto von mir, da ich ca. 50 cm grösser war. Sie haben sich dann mit einem sehr freundlichen Händedruck bedankt. Tja, so einfach kann man Menschen eine Freude machen, was bei uns kaum passieren würde.. Der Rückweg vom Zoo ins Hotel gestaltete sich dann schwieriger als gedacht. Ich nahm allen Mut zusammen und wollte nicht den selben Weg zurück gehen. Grosser Fehler, nach ca. 1h20min musste ich mir eingestehen das ich mich verlaufen habe. Ich nahm dann zum x-ten Mal die Karte in die Hand, aber konnte die Strasse in der ich war nicht finden. Ich beriet mich dann mit mir selbst und traf die Entscheidung ein Taxi zu rufen. Aber da ich so ein Glückspilz bin (Insider: natürlich den Glücksbringer immer bei mir, danke Conny, Iglu und Afrika;);)), klopfte mir plötzlich jemand auf die Schulter. Ich dachte schon jetzt werde ich ausgeraubt, da ich doch ziemlich in der Pampa war. Aber nein, es war ein ca. 60 jähriger Australier Namens Steward der schon zwanzig Jahre hier lebt. Er beschrieb mir nicht den Weg auf der Karte, sondern lief mit mir zusammen zu meinem Hotel! Das passiert in einer 10 Millionen Stadt, gut wahrscheinlich nicht jedem, aber ich bin halt ein Glückspilz;) Er hat mir dann noch einen Schweizer empfohlen der auch schon einige Jahre hier sei (Pilot bei Vietnam Airline), um ein par Schweizer Kontakte zu knüpfen. Eine wirklich sehr nette Geste. Als ich im Hotel war gönnte ich mir erstmal ein Bier. Eigentlich wollte ich dann noch zum Fluss laufen, aber leider begann es zu regnen. Wobei das jetzt mal ein richtiger Regen war, so ähnlich wie beim EM-Spiel das verschoben werde musste. Ja nu, wieder ein Tag vorbei, den ich so schnell nicht vergessen werde! Und jetzt Prost aus der Hotelbar....;)